Zurück

Sozialversicherungspflicht in der IT-Branche

News vom 17.3.2016

Um die oft schwierige Abgrenzung zwischen ASVG-pflichtversichertem Dienst­verhältnis und selbständiger, dem GSVG unterliegender Tätigkeit in der IT-Branche zu erleichtern, wurde von der Wirtschaftskammer Oberösterreich und der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse ein Kriterienkatalog erarbeitet (siehe hier).

Bei Vorliegen der folgenden fünf Kriterien wird eine selbständige Tätigkeit, die dem GSVG unterliegt, begründet:

- Es muss eine Gewerbeberechtigung „Dienst­leistungen in der automatischen Datenverarbeitung“ vorliegen.  

- Die Dienstleistung hat seitens des Unternehmers durch einen entsprechenden Marktauftritt angeboten und beworben zu werden. Dazu zählen die Gestaltung einer Homepage, Verwendung eines eigenen Briefpapiers, die Verwendung von Social-Media-Kanälen usw.  

- Das Tätigwerden für mehrere Auftraggeber ist charakteristisch. Es ist nicht schädlich, aufgrund der Erfordernisse eines Auftrags für bestimmte Zeit lediglich einen einzigen Auftraggeber zu haben.  

- Das Vertragsverhältnis zwischen beiden Vertragsp­arteien muss in Form eines Werkvertrages mit klar definiertem Inhalt und Ziel gestaltet sein. Das Vertragsverhältnis endet mit Erreichung dieses Zieles.  

- Der Unternehmer hat zwar über eigene Betriebsmittel zu verfügen, diese müssen allerdings nicht zwingend bei jedem Auftrag verwendet werden, wenn es beispielsweise unumgänglich ist, die Betriebsmittel des Auftraggebers zu verwenden.

Diese Kriterien können auch für die Beurteilung außerhalb der IT Branche herangezogen werden.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne persönlich unter der Telefonnummer 0316 386001 0 bzw per Mail unter graz@hoferleitinger.at zur Verfügung.