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Ab April 2016: Steuern online bezahlen

News vom 31.3.2016

Bis 31.1.2016 haben die Banken Kopien der Erlagscheine an die Abgabenbehörden weitergeleitet, damit diese die im Zuge der Zahlung bekanntgegebenen Abgaben (Verrechnungsweisungen) korrekt verrechnen konnten. 

Seit 1.2.2016 entfällt auf Grund der SEPA-Verordnung (Verordnung (EU) Nr. 260/2012) die Übermittlung dieser Belegkopien. Nun sind daher die auf den Zahlungsbelegen angegebenen Verrechnungsweisungen in den Banken manuell zu erfassen, um die für eine korrekte Verrechnung auf den Abgabenkonten notwendigen Daten elektronisch an die Abgabenbehörden weiterleiten zu können. 

Solche Medienbrüche und manuelle Tätigkeiten sind fehleranfällig. Daher versucht der Fiskus Lösungen anzubieten und gleichzeitig Arbeitsabläufe zu beschleunigen. 

Mit dem Steuerreformgesetz 2015/2016 wurde der § 211 der Bundesabgabenordnung (BAO) um den Absatz 5 erweitert. Dieser besagt, dass die Beauftragung mittels Electronic-Banking zu erfolgen hat, wenn die Entrichtung im Wege der Überweisung erfolgt und dies dem Abgabepflichtigen zumutbar ist. 

Für die speziellen Anforderungen im Bereich der Steuerzahlungen stehen Ihnen das Service „Finanzamtszahlung“ in den Electronic-Banking-Systemen der Banken sowie die „eps-Überweisung“ in FinanzOnline zur Verfügung. 

Zwischen Februar und Juli 2016 werden alle Banken bei Überweisung auf eine IBAN eines Finanzamtes die verpflichtende Verwendung der „Finanzamtszahlung“ umsetzen. Beim Service „Finanzamtszahlung“ ist die Angabe der Abgabenkontonummer (Finanzamts- und Steuernummer) verpflichtend und die Verrechnungsweisungen werden strukturiert übermittelt, sodass eine automatisierte Verbuchung bei den Finanzämtern möglich ist. 

Alternativ können Sie Ihre Steuern in FinanzOnline überweisen. Der Vorteil dieser Variante ist, dass wir dem Finanzamt die fälligen Abgaben bekannt geben und Sie nur noch die Überweisung mit einem gewünschten Überweisungsdatum freigeben. Um IBAN, Steuernummer und Verrechnungsweisung brauchen Sie sich in diesem Fall nicht mehr kümmern. 

Im Sinne einer modernen Verwaltung und in Umsetzung der gesetzlichen Vorschriften werden die Finanzämter ab 1.4.2016 generell keine Zahlungsanweisungen (Erlagscheine) mehr aussenden. Ist Ihnen die elektronische Zahlung unzumutbar, weil Sie über keinen Zugang zum Internet verfügen, sendet Ihnen (bzw uns, wenn Sie uns die Zustellvollmacht erteilt haben) das Finanzamt ausnahmsweise weiterhin Zahlungsanweisungen zu, wenn Sie Ihrem zuständigen Finanzamt diesen Umstand formlos entweder telefonisch, schriftlich oder auch persönlich mitteilen und um Zusendung der Zahlungsanweisungen auf Papier ersuchen. 

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne persönlich unter der Telefonnummer 0316 386001 0 bzw per Mail unter graz@hoferleitinger.at zur Verfügung.