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Endlich Sommer: Worauf Sie zolltechnisch im Urlaub achten sollten

News vom 5.8.2016

Sommerzeit ist Reisezeit. Ihnen steht der Urlaub noch bevor? Damit Sie bei Ihrer Rückkehr keine unangenehmen Überraschungen erleben, informieren wir Sie gerne vorab, worauf Sie bei im Urlaub erworbenen Waren, die Sie in die Heimat mitnehmen wollen, achten sollten. Nachstehend erhalten Sie einen guten Überblick über Zoll & Co:

Zollkontrollen – Warum?

Transparenz, faire Rahmenbedingungen und Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger aber auch für die heimische Wirtschaft sind große Ziele der Finanzverwaltung. Daher sind Zollkontrollen im Reiseverkehr zur Bekämpfung von Schmuggel und Produktpiraterie, zum Schutz von Umwelt und Gesundheit sowie zur Sicherung von Arbeitsplätzen weiterhin wichtig.

Sicheres Shopping

Immer wieder herrscht bei Reisenden Unsicherheit über die zulässige Menge und den Wert der Waren, die aus dem Urlaub nach Österreich eingeführt werden dürfen.

Um durch Unwissenheit bedingte Verstöße gegen Zollbestimmungen zu vermeiden, informieren wir Sie vor der nahenden Urlaubssaison verstärkt über Einfuhrbeschränkungen und –verbote. Denn Unwissenheit schützt leider nicht vor Strafen. 

Einreise aus EU-Staaten:

Ohne in Österreich Zoll und sonstige Abgaben zu bezahlen, dürfen Waren für den persönlichen Ge- oder Verbrauch eingeführt werden. Ausnahmen bestehen generell für neue Fahrzeuge, Tabakwaren und alkoholische Getränke. Beachten Sie hier die Richtmengen.

Einreise aus Nicht-EU-Staaten:

Grundsätzlich müssen Waren ab einem Wert von € 300 verzollt werden, bei Flugreisen gilt eine zollfreie Obergrenze von € 430, sofern die Waren nicht gesonderten Einfuhrverboten oder -beschränkungen unterliegen. Für Reisende unter 15 Jahren verringern sich diese beiden Freigrenzen generell auf € 150 (unabhängig vom benutzten Verkehrsmittel). Generell ist ratsam, die Rechnung der gekauften Ware dabei zu haben – das gilt auch für teure und neuwertige Geräte, wie zum Beispiel Kameras, die man bereits in den Urlaub mitnimmt. Mögliche Unannehmlichkeiten bei der Einreise lassen sich so vermeiden bzw. schneller aufklären.

Lebensmittel – speziell Fleisch- und Wurstwaren oder Milchprodukte – dürfen aus bestimmten Ländern nur in beschränktem Umfang in die Europäische Union eingeführt werden.

Tierische Souvenirs

Auch beim Souvenir-Shopping ist nicht jedes Mitbringsel bei der Einfuhr unbedenklich. Der Schlangenledergürtel, Schnitzereien aus Elfenbein oder Schmuckstücke aus Korallen unterliegen beispielsweise dem Artenschutz ebenso wie exotische Felle und Häute von bestimmten Tieren, sowie Orchideen und Kakteen. Alle Urlauber sollten sich deshalb beim Souvenirkauf vergewissern, dass es sich um keine besonders geschützte Tier- oder Pflanzenart handelt.

Über 35.000 Arten sind durch strenge Gesetze geschützt. Im besten Fall sollten Reisende deshalb auf den Kauf von tierischen oder pflanzlichen Produkten verzichten und stattdessen zu Souvenirs greifen, die traditioneller Handwerkskunst entstammen und zum Beispiel aus Textil oder Keramik gefertigt werden.

Reisen mit Heimtieren

Mit Hunden, Katzen, Vögeln und anderen Heimtieren können Krankheiten eingeschleppt werden. Zum Schutz vor der Übertragung solcher Krankheiten bestehen auch im Reiseverkehr genaue Veterinärregelungen. Wenn Sie ein Tier ins Ausland mitnehmen wollen, sollten Sie sich daher schon vor dem Urlaub beim Amtstierarzt über die Bestimmungen in Ihrem Urlaubsland erkundigen. Bei der Rückkehr nach Österreich führt der Zoll die erforderlichen Kontrollen durch. 

Quelle: BMF, Bundesministerium für Finanzen

Machen Sie von den Angeboten des BMF Gebrauch. Es lohnt sich und spart mögliche Unannehmlichkeiten bei der Einreise nach Österreich:

 

Für eventuelle Fragens stehen wir Ihnen gerne persönlich unter der Telefonnummer 0316 386001 0 bzw per Mail unter graz@hoferleitinger.at zur Verfügung.