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Sachbezug: Auswirkung auf das Krankengeld

News vom 20.4.2017

Der am häufigsten gewährte Sachvorteil ist die Privatnutzung eines Firmenfahrzeuges. Die Rückgabe eines Firmenwagens während des Krankenstandes ist möglich und sollte bereits in der Dienstwagenvereinbarung geregelt werden.

Wie sieht das in der Praxis aus?

Wird das Fahrzeug vom Arbeitnehmer während des Krankenstands weiter benutzt, dann darf die Höhe des Sachbezuges auf der Arbeits- und Entgeltbestätigung für das Krankengeld nicht angegeben werden. Wird das Fahrzeug jedoch zurückgegeben, ist der Sachbezug in der Arbeits- und Entgeltbestätigung für das Krankengeld anzusetzen.

Dies bedeutet für den Arbeitnehmer, dass er von der Gebietskrankenkasse ein niedrigeres Krankengeld erhält, als wenn er das Fahrzeug an den Arbeitgeber zurückgibt. 

Die Gebietskrankenkasse zahlt dem Arbeitnehmer kein Krankengeld aus, wenn der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber mehr als 50 % Anspruch der vollen Geld- und Sachbezüge erhält.

Erhält der Arbeitnehmer 50 % Geldbezug und wird zusätzlich der volle Sachbezug angesetzt (zB für die Weiterbenützung des PKWs), dann ruht das Krankengeld solange, bis die Geld- und Sachbezüge zusammen 50 % oder weniger betragen.

Die Folgen für den Arbeitnehmer

Der Arbeitnehmer kann somit zwar den Firmenwagen während des Krankenstandes benützen, erhält aber von der Gebietskrankenkasse kein Krankengeld. Zusätzlich hat der Arbeitnehmer durch den Sachbezug höhere Abzüge (Sozialversicherung und Lohnsteuer).

Unser Tipp

Wir empfehlen eine Vereinbarung über die Rückgabe des Firmenfahrzeuges bei langen Krankenständen abzuschließen.

Ihre Vorteile

  • Geringere Lohnnebenkosten für den Arbeitgeber
  • kein Ruhen des Krankengeldes
  • Arbeitnehmer erhält ein höheres Krankengeld

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne persönlich in Graz und in Rosental unter der Telefonnummer 0316 386001 0 bzw per Mail unter graz@hoferleitinger.at zur Verfügung. In Feldbach erreichen Sie uns unter der Telefonnummer 03152 4167 0 bzw per Mail unter office@stb-feldbach.at.