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Häufige Krankenstände als Kündigungsgrund

News vom 19.5.2017

Keine Sozialwidrigkeit: Sieht der Arbeitgeber seine wesentlichen Interessen beeinträchtigt, können überhöhte Krankenstände grundsätzlich zur Kündigung führen.

Worauf ist zu achten?

War ein Arbeitnehmer in einem Zeitraum von sieben Jahren durchschnittlich 42 % der möglichen Arbeitszeit durch Krankenstand oder Arztbesuche dienstverhindert und betrugen die Krankenstände, die nicht auf ein spezielles Grundleiden zurückzuführen sind, auch im letzten Jahr mehr als sieben Wochen, so liegt eine ungünstige Zukunftsprognose über die weitere Arbeitsfähigkeit der Arbeitnehmerin vor, sodass die Kündigung durch in ihrer Person gelegene Gründe begründet und daher nicht sozialwidrig ist.

Ein weiteres Beispiel aus der Praxis:

Kellnertätigkeit im Krankenstand wegen Rückenschmerzen – Entlassung

Ein Arbeitnehmer kann berechtigt entlassen werden, wenn er während eines wegen einer akuten Lumbalgie verordneten (mehrmonatigen) Krankenstandes weiter regelmäßig in den Abend- und Nachtstunden in seinem Gastronomiebetrieb mitarbeitet und dort Servier- und einfache Kochtätigkeiten verrichtet und bei den Gästen abkassiert. Diese Tätigkeiten, die mit häufigem Stehen, auch leicht vorgebeugt, und leichten Hebe- und Trageleistungen verbunden sind, sind geeignet, den Heilungsprozess seines Wirbelsäulenleidens zu verzögern.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne persönlich in Graz und in Rosental unter der Telefonnummer 0316 386001 0 bzw per Mail unter graz@hoferleitinger.at. zur Verfügung. In Feldbach erreichen Sie uns unter der Telefonnummer 03152 4167 0 bzw per Mail unter office@stb-feldbach.at.