Mein.Hoferleitinger

Zurück

Corona-Krise – Säule 1: SICHERUNG VON ARBEITSPLÄTZEN

News vom 25.3.2020

Alles, was Sie über die „Corona-Kurzarbeit“ wissen müssen

Um die Kurzarbeit ab sofort beim zuständigen AMS beantragen zu können, müssen Sie bitte folgende Formulare ausgefüllt an das AMS weiterleiten. Bitte nehmen Sie telefonisch oder per Mail Kontakt mit dem AMS auf und folgenden Sie dann den jeweiligen Empfehlungen.

Formulare

Handlungsanleitung und Erläuterungen zur Handhabung der „CoronaKurzarbeit“ für Arbeitgeber, Betriebsräte, Arbeitnehmer und Sozialpartner – klicken Sie bitte hier.

Die Sozialpartner-Betriebsvereinbarung (Vorlage): Klicken Sie bitte hier.

Die Sozialpartner-Einzelvereinbarung (Vorlage): Klicken Sie bitte hier.

Anträge und Richtlinie AMS: Klicken Sie hier.

AMS veröffentlicht neue Dokumente zur Corona-Kurzarbeit

Das AMS hat am 25.3.2020 neue Dokumente zur Corona-Kurzarbeit veröffentlicht.

Und hier sind die mit Spannung erwarteten und heute Nachmittag veröffentlichten neuen AMS-Dokumente zur Corona-Kurzarbeit:

  • COVID-19-Kurzarbeit Begehren
  • COVID-19-Kurzarbeit Pauschalsatztabellen
  • COVID-19-Kurzarbeit Pauschalsatz Erläuterungen
  • Bundesrichtlinie Kurzarbeitsbeihilfe (KUA-COVID-19)

Hier können Sie sich alle Dokumente zur Corona-Kurzarbeit des AMS downloaden.

Eckpunkte der neuen Corona- Kurzarbeit Regelung:

  • 100%ige Freistellung ist möglich (allerdings muss im gesamten Kurzarbeitszeitraum zumindest eine 10%ige Beschäftigung vorliegen)
  • Antrag 48 Stunden vor Beginn genügt
  • Förderbarer Personenkreise: Alle Arbeitnehmer, Lehrlinge und auch Mitglieder des geschäftsführenden Organs, wenn sie ASVG-versichert sind.
  • Nettoersatz iHV 80-90% (hängt von der Höhe des Nettoentgelts vor der Covid-19-Kurzarbeit ab; je niedriger das Nettoentgelt war, desto höher ist der Nettoersatz)
  • Alte Urlaube und Gutstunden sollen tunlichst abgebaut werden. Der Arbeitgeber schuldet ein ernstliches Bemühen aber keinen bestimmten Erfolg.
  • Covid-19-Kurzarbeit kann rückwirkend mit 01.03.2020 beantragt werden.
  • Das Arbeitszeitausmaß während der Covid-19-Kurzarbeit darf zwischen den Arbeitnehmer/innen differenzieren.
  • Eine Verkürzung der Wartefrist bei Anwendung des AMS Frühwarnsystem ist auf Antrag möglich.
  • Der Beschäftigungsstand muss während des Kurzarbeitszeitraumes grundsätzlich beibehalten werden (Ausnahme wäre zB eine Kündigung des Dienstnehmers).
  • Während der Covid-19-Kurzarbeit müssen verpflichtend Arbeitszeitaufzeichnungen geführt werden.
  • Covid-19-Kurzarbeit kann maximal für 3 Monate vereinbart werden, wobei eine Verlängerung für weitere 3 Monate möglich ist
  • Betriebsbezogene Behaltefrist von 1 Monat (Beschäftigungsgröße muss während der Kurzarbeit beibehalten werden)
  • Die Auszahlung der Kurzarbeitsbeihilfe erfolgt im Nachhinein pro Kalendermonat nach Vorlage und Prüfung der Abrechnung.
  • Als Kurzarbeitsbeihilfe ersetzt das AMS dem Arbeitgeber gemäß den festgelegten Pauschalsätzen die Kosten für die Ausfallstunden während der Kurzarbeit.

Vorteile/Nachteile von Kurzarbeit gegenüber der einvernehmlichen Auflösung des Dienstverhältnisses:

Vorteile Nachteile
+ psychologisch: keine Kündigung, sondern nur Freistellung
+ DN bleiben dem Unternehmen erhalten (somit muss der Arbeitgeber nicht befürchten, dass Fachkräfte verloren gehen, weil er sich in Krisenzeiten für eine Abmeldung entschieden hat)
+ DN stehen sofort wieder zur Verfügung (Die Arbeitszeit kann bei der Kurzarbeit relativ flexibel wieder aufgestockt werden)
+ DN erhalten mehr als beim Arbeitslosengeldbezug (Arbeitslosengeldbezug 55% des Nettoentgelts, Corona-Kurzarbeit 80-90% des Nettoentgelts)
+ es ist auch möglich zumindest für einen bestimmten Zeitraum während der Kurzarbeit die Beschäftigung sowie das Entgelt auf Null zu reduzieren.  
– bürokratischer und unflexibler als zB eine einvernehmliche Auflösung mit Wiedereinstellungszusage
– Kosten für DG (LNK u SV-Beiträge 27,03%)
– Behaltefrist für einen Monat
-Für den Kurzarbeitszeitraum muss eine Beschäftigung von zumindest 10% vorliegen bzw das Entgelt dafür bezahlt werden.  

Rechenbeispiel:

Covid-19-Kurzarbeit Beispiel:

Brutto: € 2.500
Stunden vor Kurzarbeit: 40 Wochenstunden
Ausfallstunden: 155

  • Bruttoentgelt laut COVID-19 Pauschalsatztabelle:
    € 2.451,00 pro Monat
  • daraus resultierende Nettoersatzrate: 85%
  • Mindestbruttoentgelt bei COVID-19 Kurzarbeit:
    € 1.941,78 pro Monat
  • Mindestnettoentgelt bei COVID-19 Kurzarbeit:
    € 1.464,18 pro Monat
  • Pauschalsatz COVID-19 Kurzarbeit:
    € 18,54 pro Stunde
  • voraussichtliche COVID-19 Kurzarbeitsbeihilfe:
    € 2.873,70 pro Monat

Wir bemühen uns, Sie stets auf den aktuellen Stand der Entwicklungen zu halten. Lesen Sie dazu bitte unsere Newsletter oder informieren Sie sich auch auf unserer Website. Melden Sie sich am besten gleich für unseren Newsletter an!