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Nachträgliches Steuerzuckerl durch Verlustrücktrag

News vom 22.9.2020

Als Liquiditätshilfe für Unternehmen hat die Regierung einen befristeten „Verlustrücktrag“ beschlossen, mit dem (insbesondere coronamaßnahmenbedingte) Verluste in ein Vorjahr mit Gewinn „rückgetragen“ werden können. Darüber haben wir Sie bereits informiert. Nun wurde die Handhabung dieses Instrumentes mittels Verordnung näher geregelt. Demnach sollen voraussichtliche betriebliche Verluste des Jahres 2020 rückwirkend im Zuge der Veranlagung 2019 durch einen besonderen Abzugsposten, der so genannten „COVID-19-Rücklage“ berücksichtigt werden.

Voraussetzung ist, dass 2019 die gesamten betrieblichen Einkünfte positiv waren. Die Rücklage kürzt nur den Gesamtbetrag, nicht jedoch die Höhe der einzelnen betrieblichen Einkünfte und wirkt sich daher auch nicht auf die SV-Beiträge aus.

Die Höhe der Rücklage hängt von den Nachweisen ab: Grundsätzlich können bis zu 30 % des positiven Gesamtbetrages der betrieblichen Einkünfte 2019 als COVID-19-Rücklage angesetzt werden, wenn im Jahr 2020 Verluste erwartet werden, die betraglich nicht nachgewiesen werden und die Vorauszahlungen auf 0 Euro (bzw Mindest-Körperschaftsteuer) herabgesetzt wurden.

Werden die zu erwartenden Verluste 2020 durch entsprechende vorzulegende Berechnungen glaubhaft gemacht, beträgt die maximale Rücklage bis zu 60 % des positiven Gesamtbetrages der betrieblichen Einkünfte 2019, höchstens jedoch die berechneten voraussichtlichen Verluste 2020.

Wird durch den bei der Veranlagung 2019 zu berücksichtigenden Verlustrücktrag aus dem Jahr 2020 der Höchstbetrag nicht ausgeschöpft, kann insoweit eine Berücksichtigung des Verlustrücktrages bei der Veranlagung 2018 beantragt werden. Ein dann noch verbleibender Verlust kann im Jahr der Veranlagung 2021 geltend gemacht werden.

Die bei der Veranlagung 2019 berücksichtigte COVID-19-Rücklage wird bei der Veranlagung 2020 als Hinzurechnungsposten bei Ermittlung des Gesamtbetrages der Einkünfte angesetzt. Damit wird eine Doppelberücksichtigung vermieden.

Die Rücklage darf einen Gesamtbetrag von 5 Millionen Euro nicht übersteigen und kann ab 21. September 2020 mittels gesondertem Formular beantragt werden.

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