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FAQ Home Office: Vereinbarung abschließen oder bis zum Frühjahr 2021 warten?

News vom 16.12.2020

Homeoffice, Telearbeit … doch was sagt das Arbeitsrecht, wenn man von zuhause arbeitet? Allerdings kann Telearbeit bzw. Homeoffice nicht einfach einseitig angeordnet werden. Wir beantworten nachstehend die häufigsten Fragen aus der Praxis:

Ist der Abschluss einer Vereinbarung über Home-Office momentan sinnvoll oder soll man noch abwarten, was der Gesetzgeber in den nächsten Monaten beschließt?

Die teilweise Verunsicherung der Praxis entstand durch die Ankündigung der Regierung bzw der zuständigen Arbeitsministerin Ende August 2020, zum Thema Home-Office “neue, konkrete Regelungen” erarbeiten zu wollen. Was zunächst als “Home-Office-Gesetz” kommuniziert wurde, hat sich in weiterer Folge als mögliche punktuelle Änderung in den betroffenen Gesetzen herausgestellt.

In einem weiteren Gespräch wurde ein Zeitplan präsentiert, wonach es konkrete Ergebnisse im März 2021 geben soll.

Eine Home-Office-Vereinbarung kann einen breiten Bogen an Regelungsinhalten umfassen – dies reicht von Fragen der Arbeitszeit, über die Thematiken der Erreichbarkeit, der Kostentragung für Betriebsmittel, der Einhaltung von datenschutzrechtlichen Bestimmungen bis hin zum Thema Beendigung der Tätigkeit im Home-Office.

Warum also jetzt eine Vereinbarung schließen, wenn es noch offen ist, welchen Inhalt eine allfällige gesetzliche Regelung haben wird?

Fest steht, dass die meisten der angeführten Punkte bereits jetzt in Gesetzen, im jeweils anzuwendenden Kollektivvertrag oder auf betrieblicher Ebene in einer Betriebsvereinbarung bzw einem Dienstvertrag geregelt sind. Der Umstand, dass dabei ein Interpretationsspielraum bestehen kann, bedeutet nicht zwingend, dass gesetzgeberische Maßnahmen notwendig sein müssen.

Man könnte sich folglich fragen, ob hier überhaupt ein Regelungsbedarf besteht?

Will man daher aktuell Home-Office-Vereinbarungen abschließen, ist eine Orientierung am bestehenden Rechtsrahmen nicht falsch. Es erscheint absolut zielführend, wenn sich Arbeitgeber zum Abschluss einer Vereinbarung entschließen und damit einen allfällig bestehenden regelungsfreien Rahmen legitimieren bzw sanieren.

Im Hinblick auf mögliche legistische Maßnahmen wird es sinnvoll sein Vereinbarungen zB bis Ende März 2021 zu befristen, um dann entscheiden zu können, ob und in welcher Form eine Home-Office-Tätigkeit fortgesetzt werden soll. Ein Abwarten bis zu diesem Zeitpunkt und eine Weiterarbeit ohne Regelung ist nicht zu empfehlen.

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