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Kurzarbeit Phase III: Die wirtschaftliche Begründung

News vom 14.10.2020

Die Möglichkeit für sein Unternehmen Kurzarbeit in Anspruch zu nehmen wurde verlängert (mehr dazu in diesem Beitrag). Wesentlich in der Phase 3 der Corona-Kurzarbeit ist die so genannte “wirtschaftliche Begründung“. In der Praxis tauchen dazu immer wieder Fragen auf. Wir beantworten nachstehend die Top 4 Fragen zur Kurzarbeit Phase 3:

1) Kann der Arbeitgeber bzw. dessen Steuerberater frei wählen, ob sie den Umsatz laut EStG/KStG, UStG, UGB udgl. als Basis heranziehen oder ob eine bestimmte Umsatzdefinition relevant ist?

Ja, die Arbeitgeber bzw. Steuerberater können die Methode wählen. Aus den Daten soll vor allem hervorgehen, ob die Umsätze durch Corona gelitten bzw. ob sie schon vor Corona saisonal geschwankt haben.

2) Können die Umsatz- oder sonstigen Kennzahlen einfach aus schon bestehenden Dokumenten (z.B. Umsatzsteuervoranmeldung /UVA etc.) genommen werden oder müssen diese einem „true and fair value“ unterzogen werden bzw. auch hinsichtlich Periodenrichtigkeit überprüft werden?

Die Umsatz- und Kennzahlen können aus bestehenden offiziellen Dokumenten (z.B. UVA) genommen werden.

3) Ist der Arbeitgeber in der Darstellung der Umsatzzahlen (oder sonstigen Kennzahlen) frei bzw. in der Auswahl der Ebene (Konzern/Unternehmen/Niederlassung/Betrieb/Betriebsteil), wenn das die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nachvollziehbarer darstellen lässt?

Grundsätzlich sind die Umsatzzahlen für den räumlichen Geltungsbereich der Sozialpartnervereinbarung (Betrieb, Betriebsteil) anzugeben, der für die Kurzarbeit gilt. Ist das nicht möglich, sind die Umsatzzahlen für den Betrieb anzugeben. Sind diese nicht aussagekräftig (z.B. Umsatzeinbruch nur in einer Sparte), kann dies zusätzlich in einem Feld der Beilage 1 erläutert werden.

4) Ist die Umsatzprognose zusätzlich zu einer anderen Kennzahl auch dann anzugeben, wenn sie nicht aussagekräftig ist?

Die Umsatzprognose ist immer anzugeben. Die andere Kennzahl kann die Firma zusätzlich angeben, wenn sie der Ansicht ist, die Umsatzprognose sei nicht aussagekräftig.

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