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USt-Update: Was gilt am 1.1.2021?

News vom 20.1.2021

Im Bereich der Umsatzsteuer tut sich so einiges. Nachstehend geben wir Ihnen einen Überblick über die Änderungen:

Umsatzsteuer: Was gilt ab 1.1.2021?

Nur für die Einfuhr von Schutzmasken gilt noch der Nullsteuersatz bis 30.4.2021

Weitergeltung des 5%-Umsatzsteuersatzes bis zum 31.12.2021 für

  • die Verabreichung von Speisen und der Ausschank von Getränken
  • Bücher, Künstler, kulturelle Veranstaltungen etc.
  • die Beherbergung und Camping
  • nicht mehr ab 1.1.2021: Zeitungen und andere periodische Druckschriften (wieder 10 % ab 2021)

Waren für die monatliche Damenhygiene unterliegen dem 10%igen Steuersatz, zeitlich unbeschränkt

Reparaturdienstleistungen (einschließlich Ausbesserung und Änderung) betreffend Fahrräder, Schuhe, Lederwaren, Kleidung oder Haushaltswäsche unterliegen ab 1.1.2021 dem 10%igen Steuersatz (unbefristet)

  • Auch bei Elektrofahrrädern, nicht jedoch bei anderen Krafträder. Die Fortbewegung muss ausschließlich durch mechanische Umsetzung der Muskelkraft erfolgen.
  • Der Anteil der Reparaturleistung am Entgelt muss mehr als 50 % des Entgelts betragen.

Optionale echte Befreiung für

  • Covid-19-In-vitro-Diagnostika (Tests)
  • Covid-19-Impfstoffe
  • eng damit zusammenhängende Dienstleistungen
  • befristet von 1.1.2021 – 31.12.2022

Die Auswirkungen des Brexit ab dem 1.1.2021 auf die Umsatzsteuer wurden ausführlich im Newsletter vom 23.11.2020 dargestellt. Nordirland wird für Zwecke von Warenlieferungen weiterhin als EU-Land behandelt (nicht jedoch für Dienstleistungen). Für diese Warenlieferungen erhalten nordirische Unternehmen eine eigene UID-Nummer mit den Anfangsbuchstaben „XI“. Übergangsregelung bei Warenlieferungen mit Großbritannien: Beginnt die Versendung/Beförderung vor dem 1.1.2021, kommen noch die „alten“ Regeln zur Anwendung (Nachweise!). Vorsteuererstattungen im EU-Verfahren können noch bis 31.3.2021 beantragt werden.

Die Aufzeichnungsverpflichtung und Haftung für elektronische Schnittstellen gilt weiterhin z.B. sind auch Daten bei Leistungen zur Beherbergung und Vermietung zu Wohnzwecken aufzuzeichnen.

Ab 14. Jänner 2021:

Vorsteuererstattung an ausländische Unternehmer: die Erstattung von Vorsteuern für Kraftstoffbezug an drittländische Unternehmer ist ausgeschlossen (Tanktourismus).

Verschiebung der Inkraftsetzung auf den 1.7.2021:

  • Abschaffung Lieferschwelle beim ig Versandhandel: ab dem ersten Euro besteht Steuerpflicht im Bestimmungsland bei Lieferungen an Nichtunternehmer.
  • Ausweitung (M)OSS: um die Steuerpflichten in anderen Ländern leichter von Österreich aus erledigen zu können, wird der One-Stop-Shop ausgeweitet auf den innergemeinschaftlichen Versandhandel.
  • Erleichterung Kleinstunternehmer: Unternehmer, deren betroffene Umsätze (Versandhandel, elektronische Leistungen,…) in andere Mitgliedstaaten insgesamt unter € 10.000,– liegen und die nur eine Niederlassung in einem Mitgliedstaat haben, dürfen die Umsätze nach dem Ursprungslandprinzip versteuern (also in Österreich für österreichische Kleinstunternehmer).
  • Abschaffung der Einfuhrbefreiung für B2C Kleinsendungen
  • Einfuhrbefreiung bei Gesamtwert bis € 150,–, wenn der Import-One-Stop-Shop (IOSS) verwendet wird. IOSS: Erleichtertes Steuerabfuhrverfahren für Einfuhr-Versandhandelsumsätze bis maximal € 150,– .
  • Einfuhr-Versandhandel: Lieferort ist der Ort des Endes der Beförderung/Versendung bei Anwendung des IOSS (Ware kommt aus dem Drittlandsgebiet und wird an Nichtunternehmer in der EU geliefert) oder bei Einfuhr von Waren in einen Mitgliedstaat und Weiterlieferung in anderen Mitgliedstaat.
  • Mehr Verpflichtungen für Plattformen: Verkaufen Unternehmen Waren an Nichtunternehmer innerhalb der EU über Plattformen, so muss die Plattform, wenn sie beim Verkauf „unterstützt“, für die Versteuerung der Waren im Bestimmungsland sorgen. Dies gilt auch bei Lieferungen innerhalb eines Mitgliedstaates und ebenfalls für Einfuhr-Versandhandelslieferungen bis € 150,– von nicht in der EU niedergelassenen Unternehmer.

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